Sie ist unsichtbar.
Genau das macht sie so gefährlich.
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Nähe und Zuwendung werden ohne erkennbares Muster entzogen.
Nichts ist verlässlich. Das Kind kann sich nicht einstellen, nicht anpassen, nicht schützen.
Es erlebt sich als falsch und unsichtbar. -
Dauerhafte Herabsetzung verändert, wie ein Kind sich selbst sieht.
Es entsteht innere Scham, das Gefühl „nicht richtig zu sein“ – mit Folgen bis ins Erwachsenenalter. -
Ereignisse werden verdreht, Verantwortung wird umgekehrt.
Das Kind beginnt, an seiner Wahrnehmung zu zweifeln und verliert zunehmend das Vertrauen in sich selbst. -
Ignorieren und Schweigen wird generell dem Kind gegenüber eingesetzt - unabhängig jeder Verhaltensweise. Es ist ein Grundmuster im Umgang mit dem Kind.
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Kinder brauchen mehrere sichere Beziehungen, um sich gesund zu entwickeln.
Wird dieser Raum eingeschränkt, fehlen Erfahrungen von Vertrauen, Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit. -
Kinder sind abhängig von den Menschen, die für sie sorgen.
Wird dieses Abhängigkeitsverhältnis ausgenutzt, entsteht ein starkes Machtgefälle.
Sicherheit, Vertrauen und Selbstwert werden dadurch nachhaltig beschädigt.
Der Ort, der sicher sein sollte, wird zur Bedrohung.
Emotionale Gewalt
Dazu gehören der Entzug von Autonomie, Kontrolle, Beschämung sowie Angsterzeugung ohne offene Drohungen.
Sie erzeugt Desorientierung, Selbstzweifel, Depersonalisationsgefühle, Verlust von Ich-Konturen.
Wird dies über einen längeren Zeitraum erlebt - als dauerhafter Zustand, dann ist dies eine hochwirksame Form der Gewalt.
Sie zerstört Kindheit.
Betroffene entwickeln daraus oft Anpassungszwänge, Bindungsstörungen, emotionale Taubheit, Schuldübernahme und in der Folge Depressionen und/oder komplexe Traumafolgen.
Emotionale Gewalt endet nicht mit dem 18. Geburtstag. Die Folgen bleiben und prägen auch das Leben als Erwachsener.